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Karden

Der wunderschön an der Mosel gelegene Ort Karden, ist ein Ortsteil der Verbandgemeinde Treis-Karden, zu der etwa 595 Einwohner zählen. Von Karden aus sind es ungefähr 13 km nach Cochem und ca. 40 km nach Koblenz. Die Landschaft wird oftmals als das „Siebengebirge der Mosel“ bezeichnet, da die durch die Mosel tief eingeschnittenen Seitentäler ein sehr beeindruckendes Landschaftsbild bieten.
Der Ort ist etwa 205 ha groß, davon sind allein schon 69 ha Wald und weitere 13 ha für den Weinbau bestimmt. Die überwiegend angebauten Weinsorten sind Riesling und Müller-Thurgau.
Das Ortsbild selbst ist geprägt von den typischen und häufig entlang der Mosel zu findenden Fachwerkhäusern, welche hauptsächlich zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gebaut wurden.
Karden kann auf eine etwa 2000 Jahre alte Geschichte zurückblicken und wurde zunächst von dem keltischen Stamm der Treverer besiedelt, welche auf dem nahe gelegenen Martberg ein Heiligtum errichteten. Als Karden anschließend von den Römern, welche den Ort „cardena“ nannten, besetzt wurde, errichteten diese hier einen ganzen Tempelbezirk, wodurch ganze Pilgerscharen den Ort aufsuchten. Bei Ausgrabungen fand man insgesamt vierzehn Töpfereien, welche Weihegeschenke herstellten, um diese anschließend als Opfer ihrem Gott zu bringen. Im 4. Jahrhundert wurde in Karden die erste Christengemeinde von Castor gegründet, nach welchem die um 1183 errichtete Kirche St. Castor, oder auch als „Kardener Dom“ bezeichnet, benannt wurde. Durch den heiligen Castor wurde Karden lange Zeit zum Wallfahrtsort.
Vom 9. Jahrhundert bis in die Zeit Napoleons war Karden einer von fünf Sitzen für den Verwaltungsbezirk des Erzbistums Trier. Sehr bedeutsam ist diese Kirche aufgrund ihrer kunstgeschichtlichen Sakralbauten. Überaus sehenswert ist der in der Kirche befindliche spätgotische Altarschrein, welcher um 1420 aus heimischem Ton gebrannt wurde. Beachten Sie bei Ihrem Besuch auch die dreimanualige Barockorgel, welche von Johann Michael Stum im Jahr 1728 errichtet wurde
Weitere historische Bauten in Karden sind beispielsweise das beinahe 800 Jahre alte ehemalige Wohngebäude des Propstes, der sogenannte „Korbisch“, außerdem der teilweise erhaltene ehemalige Kreuzgang des Klosters und nicht zu vergessen das Burghaus, welches im 15. Jahrhundert Amtssitz des kurtrierischen Schultheiß war. Das Burghaus finden Sie direkt an der Uferstraße. Im Obergeschoß des ehemaligen Klosters war bis ins Jahr 2001 das Stiftsmuseums untergebracht, welches nun in einem großzügigeren Rahmen im ehemaligen Zehnthaus untergebracht ist. Dieses Zehnthaus, wurde im Jahr 1238 erbaut. Das Zehnthaus diente damals als Lager, in welchem die zum Stift gehörenden Pfarreien ihre Waren abgaben. Das Stiftsmuseum, verfügt in erster Linie über historische Dokumente, welche Aufschluss über die Vergangenheit Kardens geben. Beachten Sie bei Ihrem Besuch auch die Arkadenfenster, welche im Originalzustand und –farbe rekonstruiert wurden.
Der Brohlbach mündet bei Karden in die Mosel, entlang des Brohlbachs finden Sie noch Reste früherer Mühlen.
Karden ist ebenfalls ein geeigneter Ausgangspunkt verschiedener Ausflüge in die Natur. So können Sie an geführten Wanderungen teilnehmen, außerdem gibt es jede Menge gut ausgezeichneter Radtouren. Weitere abwechslungsreiche Angebote in Karden sind Tennis, Angeln, Kegeln, Minigolf usw.
In der Nähe von Karden, in Treis befindet sich ein Spiel- und Spaßbad für die ganze Familie. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Karden Mitte August zu besuchen, bietet es sich an, die alljährlich stattfindende Kardener Kirmes zu besuchen.





