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05.02.2012


Die Großschifffahrtsstraße Mosel

Am 26. Mai 1964 fand die Einweihung der "Großschifffahrtsstraße Mosel" statt. Das für den Ausbau zu Grunde gelegte Transportaufkommen wurde auf 3,4 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt. Jedoch wurde dieser Wert bereits 2 Jahre nach der Eröffnung deutlich überschritten. Aktuell werden auf der Mosel - im Durchschnitt der letzten Jahre - weit über 15 Millionen Tonnen Güter transportiert.

Die Mosel ist die einzige bundesdeutsche Wasserstraße, die weit über ihre Möglichkeiten ausgelastet ist. Um hier eine Abhilfe zu schaffen wurde eine Fahrrinnenvertiefung von 2,70 m auf 3 m beschlossen, welches für den Güterverkehr auf der Mosel erhebliche Verbesserungen bringen wird. Mit den notwendigen und bis 1999 andauernden Arbeiten wurde im Jahre 1992 begonnen. Dadurch ist es nun möglich ganzjährig mit auf 2,80 m abgeladenen Güterschiffen die Mosel zu befahren.

Ein durchschnittliches Güterschiff kann 1500 Tonnen transportieren; ein Schubverband sogar bis zu 3000 Tonnen. Die Mehrladung durch die Fahrrinnenvertiefung beträgt bei einem 1500-Tonnen-Schiff ca. 20 % gegenüber der bisherigen Fahrtiefe von 2,70 m. Ein modernes Großraumschiff von 110 m Länge und 11,40 m Breite hat einen Laderaum in der Größe, der dem von 106 Lastzügen, bzw. 52 Eisenbahnwaggons entspricht. Die Vertiefung ermöglicht danach einen Mehrtransport von 18 Lastzügen oder 9 Eisenbahnwaggons je Güterschiff. Verdeutlicht man sich diese eindrucksvollen Zahlen, so wird schnell klar, dass die Mosel nach dem Rhein die bedeutendste und wirtschaftlichste Wasserstraße Deutschlands ist.




Flussquerschnitt (Klick für Großansicht)

13 Schleusen und Wehranlagen sind auf der schiffbaren Strecke, die insgesamt 270 Flußkilometer erreicht, notwendig, um den Höhenunterschied von 86 m zu überwinden. Jede Schleuse hat eine nutzbare Länge von 170 m und eine Breite von 12 m. Der Höhenunterschied ist von Staustufe zu Staustufe unterschiedlich. Die größte Differrenz findet man an der Staustufe Detzem. Dort sind 9 m zu überwinden.

Die Schleusen von der Mündung bis nach Thionville: Koblenz - Lehmen - Müden - Fankel - St. Aldegund - Enkirch - Zeltingen - Wintrich - Detzem - Trier - Grevenmacher - Palzem - Apach.

Der schematische Flußquerschnitt veranschaulicht die zu überwindenden Höhendifferenzen der einzelnen Staustufen. Nebenbei liefern die 10 Wasserkraftwerke der mit Turbinen bestückten Staustufen 800 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das genügt, um annähernd 200.000 Haushalte ausreichend mit Energie zu versorgen.

Von der Leitstelle in Fankel werden alle Moselstaufen überwacht, gesteuert und reguliert. An jeder Schleuse sind auch kleine Sportbootschleusen vorhanden, die von den Freizeitkapitänen kostenlos genutzt werden können.

Pegelstände

Die Pegelstände - bereitgestellt vom Elektronischen Wasserstraßen-Informationssystem (ELWIS) - können Sie hier abrufen.

Der Mosel-Veranstaltungstipp:

Karneval an der Mosel

Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching - wie in jedem Jahr sind zur 5. Jahreszeit die Narren los. So finden auch in diesem Jahr zur Session 2012 viele Veranstaltungen, wie Kostumbälle, Kappensitzungen oder Karnevalsumzüge, in der Moselregion statt. Die einzelnen Veranstaltungshinweise finden Sie in der Rubrik "Tipps & Termine".

Stürzen Sie sich in das närrische Treiben und erleben die Mosel von Ihrer ganz besonderen Seite.

Zu den Veranstaltungshinweisen

Tipps für den aktiven Mosel-Urlaub

Segeln auf der Mosel

In unserer Rubrik Aktiv (er) leben finden Sie eine Menge Anregungen für einen unvergesslichen Aufenthalt an der Mosel. Vom Angeln bis zum Yachting, ob mit dem Rad oder zu Fuß, alleine oder in der Gruppe - für jedes Alter bietet sich eine Gelegenheit die Schönheit der Landschaft zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

Weitere Freizeitangebote finden Sie hier...

Was ist eigentlich...

Wein A-Z

...das Bukett?

Gesamtheit der charakteristischen Geruchsstoffe (Aromastoffe, Geruch) eines Weines, die auch den Geschmack prägen. Je nach dem Grad der Duftstoffentwicklung spricht man von feinfruchtig-blumigen, bukettreichen, parfümierten oder sogar aufdringlichen Weinen. Das Bukett wird in hohem Masse von der Rebsorte geprägt (Sortenbukett), aber auch vom Reifegrad der Trauben bei der Lese. Das zeigt sich besonders deutlich beim Riesling, der unreif geerntet nur wenig Bukett erkennen lässt, während vollreife Rieslingtrauben dem späteren Wein eine Fülle von feinsten Bukettstoffen verleihen. Die Aromastoffe sind besonders lagerempfindlich, da sie leicht oxydieren; das Altern der Weine das mit der Veränderung des Buketts einhergeht, beruht grösstenteils auf dieser Erscheinung.

Mehr Wissenswertes zum Thema Wein finden Sie hier.

Wir stellen vor: Winningen / Mosel

Winningen an der Mosel

Neben den großzügigen Freizeitangeboten ist Winningen durch Wertvolleres geprägt. Als Ort mit den meisten Weinbergen der Untermosel produzieren die Winninger trotzdem Klasse statt Masse. Herrliche Riesling-Weine wachsen auf den Moselterrassen, die hier ein lokales, ja fast mediteranes Klima mit in die Weinkelche bringen.

Alte Weingüter, historische Straßen und Plätze sowie selten gut erhaltene Fachwerkhäuser entdeckt man bei einem Spaziergang durch Winningen, der Kulisse des ältesten Weinfests Deutschlands.

Lesen Sie hier mehr über Winningen / Mosel.