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29.07.2010


Die Großschifffahrtsstraße Mosel

Am 26. Mai 1964 fand die Einweihung der "Großschifffahrtsstraße Mosel" statt. Das für den Ausbau zu Grunde gelegte Transportaufkommen wurde auf 3,4 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt. Jedoch wurde dieser Wert bereits 2 Jahre nach der Eröffnung deutlich überschritten. Aktuell werden auf der Mosel - im Durchschnitt der letzten Jahre - weit über 15 Millionen Tonnen Güter transportiert.

Die Mosel ist die einzige bundesdeutsche Wasserstraße, die weit über ihre Möglichkeiten ausgelastet ist. Um hier eine Abhilfe zu schaffen wurde eine Fahrrinnenvertiefung von 2,70 m auf 3 m beschlossen, welches für den Güterverkehr auf der Mosel erhebliche Verbesserungen bringen wird. Mit den notwendigen und bis 1999 andauernden Arbeiten wurde im Jahre 1992 begonnen. Dadurch ist es nun möglich ganzjährig mit auf 2,80 m abgeladenen Güterschiffen die Mosel zu befahren.

Ein durchschnittliches Güterschiff kann 1500 Tonnen transportieren; ein Schubverband sogar bis zu 3000 Tonnen. Die Mehrladung durch die Fahrrinnenvertiefung beträgt bei einem 1500-Tonnen-Schiff ca. 20 % gegenüber der bisherigen Fahrtiefe von 2,70 m. Ein modernes Großraumschiff von 110 m Länge und 11,40 m Breite hat einen Laderaum in der Größe, der dem von 106 Lastzügen, bzw. 52 Eisenbahnwaggons entspricht. Die Vertiefung ermöglicht danach einen Mehrtransport von 18 Lastzügen oder 9 Eisenbahnwaggons je Güterschiff. Verdeutlicht man sich diese eindrucksvollen Zahlen, so wird schnell klar, dass die Mosel nach dem Rhein die bedeutendste und wirtschaftlichste Wasserstraße Deutschlands ist.




Flussquerschnitt (Klick für Großansicht)

13 Schleusen und Wehranlagen sind auf der schiffbaren Strecke, die insgesamt 270 Flußkilometer erreicht, notwendig, um den Höhenunterschied von 86 m zu überwinden. Jede Schleuse hat eine nutzbare Länge von 170 m und eine Breite von 12 m. Der Höhenunterschied ist von Staustufe zu Staustufe unterschiedlich. Die größte Differrenz findet man an der Staustufe Detzem. Dort sind 9 m zu überwinden.

Die Schleusen von der Mündung bis nach Thionville: Koblenz - Lehmen - Müden - Fankel - St. Aldegund - Enkirch - Zeltingen - Wintrich - Detzem - Trier - Grevenmacher - Palzem - Apach.

Der schematische Flußquerschnitt veranschaulicht die zu überwindenden Höhendifferenzen der einzelnen Staustufen. Nebenbei liefern die 10 Wasserkraftwerke der mit Turbinen bestückten Staustufen 800 Mio. Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das genügt, um annähernd 200.000 Haushalte ausreichend mit Energie zu versorgen.

Von der Leitstelle in Fankel werden alle Moselstaufen überwacht, gesteuert und reguliert. An jeder Schleuse sind auch kleine Sportbootschleusen vorhanden, die von den Freizeitkapitänen kostenlos genutzt werden können.

Pegelstände

Die Pegelstände - bereitgestellt vom Elektronischen Wasserstraßen-Informationssystem (ELWIS) - können Sie hier abrufen.

Tipps für den aktiven Mosel-Urlaub

Angeln an der Mosel

In unserer Rubrik Aktiv (er) leben finden Sie eine Menge Anregungen für einen unvergesslichen Aufenthalt an der Mosel. Vom Angeln bis zum Yachting, ob mit dem Rad oder zu Fuß, alleine oder in der Gruppe - für jedes Alter bietet sich eine Gelegenheit die Schönheit der Landschaft zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

Weitere Freizeitangebote finden Sie hier...

Wir stellen vor: Cochem / Mosel

Cochem an der Mosel

Etwa 50 Kilometer von Koblenz entfernt liegt Cochemauf beiderseits der Mosel. Dank seiner Infrastruktur, relativ guter Erreichbarkeit und nicht zuletzt, weil sie der organisatorische Mittelpunkt des Landkreises Cochem-Zell ist, ist Cochem auch das lokale Zentrum für viele Menschen der Region.

Aber auch zahlreiche Touristen aus aller Welt besuchen Cochem. Besonders an den sommerlichen Wochenenden ist das Verkehrsaufkommen an der Moselpromenade mit der von Mailand oder Paris vergleichbar.

Neben der wunderschönen Uferpromenade locken die sehr gut erhaltene Cochemer Altstadt, sowohl architektonisch, als auch gastronomisch. Die Reichsburg wacht über der Stadt während zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten Bewohner und Urlauber unterhalten.

Lesen Sie mehr über Cochem / Mosel...

Was ist eigentlich...

...das Dekantieren?

Abgiessen einer Flüssigkeit, um sie vom Bodensatz (Depot) zu befreien. Insbesondere bei älteren französischen Rotweinen (etwa ab fünf Jahren Flaschenlagerung) oder bei Portweinen setzt sich oft ein Niederschlag am Flaschengrund ab, der nicht mitserviert werden soll. Man füllt daher den Wein vorsichtig von der Flasche in ein anderes Gefäss um. Da der Kontakt mit der Luft gerade bei älteren Weinen zum „Umkippen“ führen kann, zu kompletter Oxidation und Verderb, verwendet man in solchen Fällen eine schmale Dekantierkaraffe mit geringer Luftspiegelfläche oder füllt den Wein vorsichtig in eine andere saubere Flasche um, ohne das Depot mitzugießen.

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