Dornfelder
Verbreitung
Die Erfolgsstory der Rebsorte startete in Deutschland mit 124 Hektar bestockter Rebfläche im Jahr 1972. Mittlerweile rangiert Dornfelder in der Liste der am häufigsten angebauten Rotweinsorten mit 3.200 ha auf Platz drei - Tendenz weiter steigend, wie die Zahl der jährlichen Neuanpflanzungen beweist.
Herkunft
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Weinbau und Obstbau, Weinsberg, Zuchtjahr 1955, Züchter August Herold.
Kreuzung
Helfensteiner (Frühburgunder x Trollinger) x Heroldrebe (Portugieser x Limberger)
Sortenname
Die Bezeichnung geht auf den Kameralverwalter Dornfeld zurück, der Mitte des vorigen Jahrhunderts die erste Anregung zur Gründung einer Weinbauschule in Wurttemberg gab.
Qualität
Die Weine übertreffen in ihrer Güte diejenigen von Portugieser und Trollinger, erreichen aber nicht ganz die Feinheit des Blauen Spätburgunders.
Mostgewicht
Im Vergleichsanbau zeigten die Trauben ein um etwa 8 Grad höheres Mostgewicht als Trollinger. Im Durchschnitt werden 70 bis 80 Grad Oechsle erreicht, in guten Jahren auch darüber.
Säure
Die durchschnittliche Säure von 7 bis 9 ‰ ist etwas niedriger als die des Portugiesers und Trollingers und damit in einem für Flaschenweine günstigen Bereich.
Wein
Der farbkräftige Wein ist dunkelrot, duftig im Geruch, fruchtig, körperreich, nachhaltig mit milder bis rassiger Säure. Der Dornfelder besitzt gute Eigenschaften als Deckrotwein und als Sektgrundwein.




