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29.07.2010


Tresterfleisch

Das Gericht »Tresterfleisch« ist allen Bewohnern der mittleren und unteren Mosel ein Begriff, bei dem sie leicht ins Schwärmen geraten. Wenn die Winzer früher ihre Maische zum Schnapsbrennen brachten, also im Winter, hatten sie auch sicherlich einen gut gewürzten Fleischtopf dabei. Und während des Brennvorgangs, bei dem der Winzer sich nicht vom Kessel entfernen durfte, hängte er diesen Topf mit in den Kessel. Um dieses Gericht heute zu kochen, braucht man nicht unbedingt die Brennblase der Maische. Den typischen Geschmack erreicht man etwa, indem man das Fleisch einige Tage in einem Wein-Trester-Sud mariniert und dann kocht.

Variante I : (für ca. 8 Personen)


Zutaten:

  • 2 kg gepökelter Schweinenacken
  • 3-4 Lorbeerblätter
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 3 Zwiebeln
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1/4 l Tresterschnaps
  • 1 l trockener Riesling
  • 2 l Wasser
  • Pfeffer, Zucker

Das Fleisch vom Metzger einschneiden lassen. Mit Zwiebeln füllen, mit Pfeffer bestreuen und wie einen Rollbraten binden. Aus Wein, Wasser, Trester und den genannten Gewürzen einen Sud herstellen und das Fleisch hineinlegen. Etwa 3-4 Tage darin beizen. Das Fleisch und den Sud in einen gewässerten Tontopf oder in einen Bräter legen und bei 180° C 2 Stunden garen. Den Sud mit Zucker und Wein süss-sauer abschmecken. Das aufgeschnittene Fleisch mit dem Sud in Suppentellern servieren.

 

Variante II : (für ca. 4 Personen)


Zutaten:

  • 1 kg Rindfleisch
  • 1 Flasche trockener Riesling
  • 4 cl Trester
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Möhre
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stück Sellerie
  • 1 Petersilienzweiglein
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 1 Prise Muskat
  • Salz, Pfeffer

Das Fleisch in grosse Gulaschstücke schneiden und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gemüse putzen und grob zerkleinern. Fleisch und Gemüse für einen Tag in eine Wein-Trester-Beize legen. Das Fleisch muss mit Flüssigkeit bedeckt sein. Danach 2 Stunden kochen. Dazu reicht man Brot oder Brötchen.




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Wir stellen vor: Cochem / Mosel

Cochem an der Mosel

Etwa 50 Kilometer von Koblenz entfernt liegt Cochemauf beiderseits der Mosel. Dank seiner Infrastruktur, relativ guter Erreichbarkeit und nicht zuletzt, weil sie der organisatorische Mittelpunkt des Landkreises Cochem-Zell ist, ist Cochem auch das lokale Zentrum für viele Menschen der Region.

Aber auch zahlreiche Touristen aus aller Welt besuchen Cochem. Besonders an den sommerlichen Wochenenden ist das Verkehrsaufkommen an der Moselpromenade mit der von Mailand oder Paris vergleichbar.

Neben der wunderschönen Uferpromenade locken die sehr gut erhaltene Cochemer Altstadt, sowohl architektonisch, als auch gastronomisch. Die Reichsburg wacht über der Stadt während zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten Bewohner und Urlauber unterhalten.

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Was ist eigentlich...

...das Dekantieren?

Abgiessen einer Flüssigkeit, um sie vom Bodensatz (Depot) zu befreien. Insbesondere bei älteren französischen Rotweinen (etwa ab fünf Jahren Flaschenlagerung) oder bei Portweinen setzt sich oft ein Niederschlag am Flaschengrund ab, der nicht mitserviert werden soll. Man füllt daher den Wein vorsichtig von der Flasche in ein anderes Gefäss um. Da der Kontakt mit der Luft gerade bei älteren Weinen zum „Umkippen“ führen kann, zu kompletter Oxidation und Verderb, verwendet man in solchen Fällen eine schmale Dekantierkaraffe mit geringer Luftspiegelfläche oder füllt den Wein vorsichtig in eine andere saubere Flasche um, ohne das Depot mitzugießen.

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