Bacchus
Verbreitung
Die Anbaufläche beträgt etwa 3500 ha, wobei die Hauptverbreitungsgebiete die Rheinpfalz, Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Mosel-Saar-Ruwer sind. Erfolgreiche Anbauversuche in fast allen deutschen Weinbaugebieten haben zu einem hohen Verbreitungsgrad geführt, weil die Sorte einen spürbaren Beitrag zur Hebung der Weinqualität leisten kann.
Herkunft
Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung, Geilweilerhof, Siebeldingen/Pfalz. Züchter Prof. Dr. B. Husfeld.
Kreuzung
(Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau. Ab 1972 zum Anbau zugelassen (klassifiziert).
Sortenname
Bacchus ist die römische Bezeichnung für den griechischen Weingott Dionysos.
Qualität
Schöne Bacchusweine beginnen ab dem Kabinettweinbereich. Darunter ist der Geschmack etwas derb. Im Auslesebereich werden sehr edle Weine mit eigenem Charakter gewonnen.
Mostgewicht
Im Vergleichsanbau mit der Sorte Müller-Thurgau und Silvaner übertreffen die Zuckerwerte (das Mostgewicht) diese um etwa 8 bis 10 Grad Oechsle. Das Geschmacksoptimum beginnt bei 75 Grad Oechsle.
Säure
Im Durchschnitt liegt die Säure etwas unter der des Müller-Thurgau und damit in einem für Weißweine harmonischen Bereich. In den Weinen unter 70 Grad Oechsle schmeckt die Säure allerdings etwas rauh und kratzig. In hochgradigen Weinen ist sie rassig.
Wein
Reife Weine sind extraktreich, fruchtig, mit einem eigenständigen Bukett, das manchmal an das der Scheurebe erinnert. Weine aus Lesegut mit hohem Mostgewicht können Rieslingart haben, sind blumig und zeigen einen dezenten Muskatton (manchmal an Kümmel erinnernd). Für trockene Weine ist die Sorte ungeeignet, dagegen sehr gut für Prädikatsweine ab der Stufe Auslese.





