Wein geniessen - aber richtig
Die richtige Lagerung
Der Lagerort sollte eine gleichbleibende Temperatur von 12-17°C aufweisen, gut belüftet, trocken und dunkel sein. Da der Wein durch den Korken atmet, sollten in seiner Nähe keine scharf riechenden Lebensmittel oder Lösungsmittel aufbewahrt werden. Zu warm gelagerte Weißweine verlieren rasch an Frische. Wichtig ist, dass die Flaschen bei längerer Lagerung flach liegen. Der Wein umspült dann den Korken und hält ihn feucht, denn andernfalls würde er schnell eintrocknen und luftdurchlässig werden.
Die richtige Serviertemperatur
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Das richtige Glas
Zu einem guten Wein gehört auch das richtige Glas. Am besten sind farblose Gläser, deren Kelch sich nach oben leicht verjüngt, damit Ihnen Blume und Bukett des Weins nicht schnell entweichen. Selbst Sektgläser sind heute keine Schalen mehr, sondern besitzen einen sich nach oben verjüngenden Kelch. Der Kelch sollte bei Weißweinen schmaler, bei Rotweinen bauchiger und dicker sein, bei Südweinen kürzer. Einfache Tisch- und Landweine kann man getrost aus "Allzweck-Stumpen" ohne Stiel trinken. Edlere Wein fordern ein Glas mit Stiel, damit die Handwärme sich nicht auf den Wein überträgt.
Die Gläser werden immer nur bis zu drei Vierteln gefüllt. Ob man wieder zuschenkt, ehe das Glas geleert ist, richtet sich nach Brauch und Sitte und nach dem Wunsch des Gastes. In Frankreich dürfen die Gläser nie leer werden. Dort ist es aber auch keine Schande, mit einem noch vollen Glas vom Tisch aufzustehen. Am Rhein wiederum schenkt man nur ein, wenn das Glas leer getrunken ist.
Die Weinprobe
Fachprobe, auch organoleptische, Sinnen - oder sensorische Probe, Degustation. Sie erfolgte schon zu den Zeiten der Römer nach den drei Hauptkriterien color-odor-sapor. Einen ersten Aufschluss über die Qualität des Weins gibt die Farbe (color). Dafür hält man das selbstverständlich farblose Glas vor einen weissen, hellen, Hintergrund. Der Geruch (odor) wird beurteilt, nachdem man das Glas leicht geschwenkt hat, so dass die Bukettstoffe frei werden. Zur Beurteilung des Geschmacks (sapor) schliesslich nimmt man einen Schluck mit etwas Luft in den Mund und lässt die Zunge gleiten.







