Elbling
Verbreitung
Der Elbling war vom Mittelalter bis ins 19. Jh. eine weit verbreitete Sorte nicht nur in Deutschland, sondern auch in Luxemburg, der Champagne, Lothringen, dem Elsaß, der Schweiz und Osteuropa. Heute haben sich einige Anbauinseln an der Ober- und Untermosel gehalten. Die Rebsortenstatistik nennt eine Anbaufläche von etwa 1200 ha, von denen 1102 ha an der Mosel (Obermosel ca. 900 ha, Untermosel ca. 202 ha) stehen. Dort gehört der Elbling zu den zugelassenen Sorten; in den übrigen deutschen Anbaugebieten ist der Anbau nicht mehr gestattet.
Herkunft
Einige Fachleute glauben, dass der Elbling von den Römern in unsere Heimat gebracht worden sei. Die früher weit verbreitete Bezeichnung "Alben" könnte von dem lat. "albus = weiß" abgeleitet sein. Vielleicht war er auch schon in Gallien oder Germanien bodenständig, als die Römer ins Land kamen. Die Herkunft läßt sich, wie bei vielen Sorten, nicht klären.
Sortenname
Von den beiden Bezeichnungen Elbling und Kleinberger ist Elbling als die ampelographisch richtige ausgewählt worden.
Synonyme
Deutschland: Weißer Elbling, Kleinberger, Grobriesling, Alben, Albig, Weißalbe, Elben, Süßgrober, Rheinelbe, Weißer Silvaner, Klemprich, Klämmer
Frankreich: Allemandi Bourgeois, Mouillet, Facum blanc, Vert-Doux, Gros blanc, Gouais blanc
Italien: Albana
Qualität
Der fast immer hohe Ertrag des Elblings begrenzt die Qualität in der Regel auf den Bereich der Qualitätsweine ohne Prädikat. An der Obermosel, dem Hauptanbaugebiet, wurden in den letzten Jahren durch späte Lese und Begrenzung des Ertrages auch Kabinettweine und Spätlesen gewonnen. Auslesen sind zwar die große Ausnahme, aber unter günstigen Bedingungen in besonders sonnenreichen Jahren möglich. Als Sektgrundwein ist der Elbling sehr beliebt.
Mostgewicht
Im langjährigen Durchschnittwerden 55 bis 70 Grad Oechsle erreicht, bei niedrigem Ertrag auch darüber. Da die Weine auch im unteren Mostgewichtsbereich ansprechend und lebendig sind, müssen höhere Zuckerwerte nicht unbedingt angestrebt werden.
Säure
Der Weiße Elbling gehört zu den säurereichen Sorten. Die Höhe ist vergleichbar mit der des Rieslings. Gehalte über 18 ‰, wie sie beim Riesling in ungünstigen Jahren vorkommen, sind aber selten. Auch beim Elbling verleiht eine etwas höhere Säure dem Wein keinen unreifen Ton. Darin gleicht er der Sorte Riesling. Im langjährigen Durchschnitt beträgt die Säure 12 bis 15 ‰.
Wein
Elblingweine sind eine Spezialität des Obermosel-Gebietes, wo man sie auch als der kleine Bruder des Rieslings bezeichnet. Sie sind leicht, lieblich, frisch und durch ihre belebende Säure anregend und eignen sich bestens zur Sektherstellung, gewinnen aber auch in der Flaschenweinvermarktung (meist trocken ausgebaut) zunehmend an Bedeutung.





