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29.07.2010


Die Traubenkultivierung

Da in grauer Vorzeit viele Arten von Hefen reichlich vorhanden waren, kann die Gärung von Wein eigentlich nur aus Versehen entdeckt worden sein. Wahrscheinlich hat einer unserer Urahnen einfach einige gepresste Trauben in einem unverschlossenen Behälter stehen gelassen. Einige Tage später wird er entdeckt haben, dass daraus ein berauschendes Getränk entstanden war. Die Qualität dieser frühen »Weine« war vermutlich ebenso schlecht wie die der ersten Biere. Sicher auch, weil die meisten dieser Weine vermutlich »jung« getrunken wurden, also während oder kurz nach der ersten Gärung. Wahrscheinlich aber auf jeden Fall, bevor sie zu Essig wurden.

Wir sind recht sicher, dass die Herstellung von Wein aus Trauben mindestens bis 3.000 v.Chr. zurückreicht und vermutlich im heutigen Nord-Iran oder vielleicht in der Region zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer begann - Gebieten, in denen bekanntermassen wilder Wein reichlich vorkam. Die Bibel erzählt uns sogar, dass der Ruheplatz für die Arche Noah der Berg Ararat war, der im Kaukasus auf dem Gebiet der heutigen Türkei liegt. In einem der letzten Kapitel des Buches Genesis heisst es:»...und Noah wurde sesshaft und pflanzte einen Weinberg, und er trank von dem Wein und wurde trunken.« Wir können also sicher sein, dass die Kultivierung von Trauben und die Gärung zu Wein durchaus zur antiken Kultur gehörte und bereits seit vielen Jahrtausenden bekannt ist.



Das alte Ägypten

Unter allen frühen Kulturen sind aus der prädynastischen Zeit der Ägypter einige der besten Zeugnisse der antiken Weinherstellung erhalten. Hieroglyphen aus dieser Zeit berichten, dass es bereits eine kleine, aber offensichtlich gut entwickelte Traubenindustrie gab - mit Weingärten, Beschneiden der Weinstöcke und einer Art Weinpresse. Den Aufzeichnungen zufolge wurde in der Delta-Region und in einigen Gebieten im Süden viel Rot- und Weißwein erzeugt. Da diese Weine teuer in der Herstellung waren, konnten sie fast nur von Priestern und Königen genossen werden, während der grösste Teil des Volkes und die Arbeiter ihren Durst mit Bier löschen mussten.

Offenbar kannten die Menschen dieser Zeit auch die schädlichen Wirkungen von Temperatur und Luft auf die Qualität des Weins. Um die Weine auf gleichmässig kühlen Temperaturen zu halten, wurden sie in Kleinasien und im Kaukasus in Krügen aufbewahrt, die man im Boden versenkte - oder in Behältern, die aus Stein gehauen und mit Gips abgedichtet wurden. Die Oberseiten dieser Behälter wurden ebenfalls abgedeckt und meist mit Pech oder Fett versiegelt. Trotz dieser Bemühungen um Qualitätssicherung waren die meisten Weine der vorhebräischen und vorgriechischen Zeit von so schlechter Qualität, dass sie oft schon kurz nach der Gärung getrunken wurden.

Tipps für den aktiven Mosel-Urlaub

Angeln an der Mosel

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Wir stellen vor: Cochem / Mosel

Cochem an der Mosel

Etwa 50 Kilometer von Koblenz entfernt liegt Cochemauf beiderseits der Mosel. Dank seiner Infrastruktur, relativ guter Erreichbarkeit und nicht zuletzt, weil sie der organisatorische Mittelpunkt des Landkreises Cochem-Zell ist, ist Cochem auch das lokale Zentrum für viele Menschen der Region.

Aber auch zahlreiche Touristen aus aller Welt besuchen Cochem. Besonders an den sommerlichen Wochenenden ist das Verkehrsaufkommen an der Moselpromenade mit der von Mailand oder Paris vergleichbar.

Neben der wunderschönen Uferpromenade locken die sehr gut erhaltene Cochemer Altstadt, sowohl architektonisch, als auch gastronomisch. Die Reichsburg wacht über der Stadt während zahlreiche weitere Freizeitmöglichkeiten Bewohner und Urlauber unterhalten.

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Was ist eigentlich...

...das Dekantieren?

Abgiessen einer Flüssigkeit, um sie vom Bodensatz (Depot) zu befreien. Insbesondere bei älteren französischen Rotweinen (etwa ab fünf Jahren Flaschenlagerung) oder bei Portweinen setzt sich oft ein Niederschlag am Flaschengrund ab, der nicht mitserviert werden soll. Man füllt daher den Wein vorsichtig von der Flasche in ein anderes Gefäss um. Da der Kontakt mit der Luft gerade bei älteren Weinen zum „Umkippen“ führen kann, zu kompletter Oxidation und Verderb, verwendet man in solchen Fällen eine schmale Dekantierkaraffe mit geringer Luftspiegelfläche oder füllt den Wein vorsichtig in eine andere saubere Flasche um, ohne das Depot mitzugießen.

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