Portugieser
Verbreitung
Die Bundesrepublik Deutschland verfügt mit etwa 2600 ha über einen beachtlichen Portugieseranbau. Der Löwenanteil entfällt davon auf die Rheinpfalz. Alle anderen Weinbaugebiete verfügen über unbedeutende Flächen.
Herkunft
Der Portugieser ist wahrscheinlich von Portugal oder Spanien nach Österreich (Bad Vöslau) gekommen und von dort in seine Verbreitungsgebiete in Mitteleuropa.
Sortenname
Im deutschen Sprachraum wird nur die Bezeichnung Portugieser" gebraucht, während der Name "Portorebe" in Vergessenheit geraten ist.
Synonyme
Deutschland: Blauer Portugieser
Frankreich: Autrichien
Qualität
In den meisten Jahren bewegt sich die Qualität der Weine im Bereich der Qualitätsweine ohne Prädikat. Der Blaue Portugieser ist ein echter Konsumwein. In warmen sonnenreichen Jahren werden auch Prädikatsweine erreicht, die bis in die Region des Blauen Spätburgunders reichen.
Mostgewicht
Es erreicht bei der üblichen, vorwiegend frühen Lese 60 bis 65 Grad Oechsle. Bei später Ernte und in guten Jahren werden aber Durchschnittswerte von 70 bis 80 Grad Oechsle erreicht.
Säure
Sie ist mild und liegt zwischen 6 bis 8 ‰ und damit in dem für Rotweine optimalen Bereich. Bei zu früher Ernte kann der Most höhere Säurewerte von 12 und mehr ‰ aufweisen.
Wein
Er ist hell- bis rubinrot und von frischer, fruchtiger Art. Bei später Lese sind die Weine farbstoffreich, mild mit einem wohlschmeckenden Burgunderton. Ein nicht zu gerbstoffreicher Weinausbau ist für die Güte vorteilhaft. Der Wein ist nicht schwer und daher ein typischer Zechwein. Ein Großteil der jährlichen Produktion kommt als Portugieser Weißherbst auf den Markt.





