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06.09.2010


Die bestockten Rebflächen und wichtigsten Rebsorten nach Anbaugebieten

Aufgrund unterschiedlicher klimatischer Gegebenheiten sind nicht alle Rebsorten in allen Anbaugebieten gleich stark vertreten. Während in den nördlicheren Gebieten eher der Riesling im Vordergrund steht, sind es im südlicheren Teil die Burgunderreben und andere Rotweinsorten, die eine überragende Rolle spielen.

Der Rheingau hat einen Rieslinganteil von mehr als 80 %. Eine Rieslingdomäne ist auch das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer mit einem Rieslinganteil von mehr als 50 %. In Württemberg, in der Pfalz und an der Nahe erreicht der Riesling mehr als 20 % Anteil an der Rebfläche. Als wichtigste Rebsorte, gemessen an der Anbaufläche, gilt der Müller-Thurgau in Baden, Franken und Rheinhessen. Der Silvaner hat traditionell eine überdurchschnittliche Bedeutung in Rheinhessen und Franken. In Baden haben die Burgundersorten einen hohen Flächenanteil, insbesondere der rote Spätburgunder. Württemberg baut die Rotweinsorten Trollinger, Schwarzriesling und Lemberger in beachtlichem Ausmass an, in der Pfalz hat bezüglich der Rotweinsorten nach wie vor der Portugieser den höchsten Flächenanteil.




Anbaugebiet
(Anteil weiß : rot)
Rebsorten
Rebfläche [ha]
Rebfläche [%]
Rheinhessen
26.268 ha
(85,3 % : 14,7 %)
Müller-Thurgau
Silvaner
Riesling
Kerner
Scheurebe
Bacchus
Portugieser
5.653
3.240
2.535
2.156
1.847
1.734
1.723
21,5
12,3
9,7
8,2
7,0
6,6
6,6
Pfalz
23.506 ha
(76,9 % : 23,1 %)
Riesling
Müller-Thurgau
Portugieser
Kerner
Dornfelder
Silvaner
Scheurebe
Spätburgunder
4.990
4.331
2.472
2.274
1.451
1.424
957
924
21,2
18,4
10,5
9,7
6,2
6,1
4,1
3,9
Baden
15.761 ha
(66,9 % : 33,1 %)
Spätburgunder
Müller-Thurgau
Grauburgunder
Riesling
Gutedel
Weißburgunder
4.747
4.472
1.436
1.351
1.206
904
30,1
28,4
9,1
8,6
7,7
5,7
Mosel-Saar-Ruwer
11.785 ha
(97,1 % : 2,9 %)
Riesling
Müller-Thurgau
Elbling
Kerner
6.396
2.462
1.070
884
54,3
20,9
9,1
7,5
Württemberg
11.129 ha
(31,7 % : 68,3 %)
Riesling
Trollinger
Schwarzriesling
Lemberger
Kerner
2.598
2.541
1.765
1.021
719
23,3
22,8
15,9
9,2
6,5
Franken
6.062 ha
(92,3 % : 7,7 %)
Müller-Thurgau
Silvaner
Bacchus
2.513
1.259
712
41,5
20,8
11,7
Nahe
4.612 ha
(88,6 % : 11,4 %)
Riesling
Müller-Thurgau
Silvaner
1.191
948
445
25,8
20,6
9,6
Rheingau
3.227 ha
(87,1 % : 12,9 %)
Riesling
Spätburgunder
Müller-Thurgau
2.579
349
89
79,9
10,8
2,8
Mittelrhein
601 ha
(92,0 % : 8,0 %)
Riesling
Müller-Thurgau
Kerner
441
46
30
73,4
7,7
5,0
Ahr
520 ha
(17,9 % : 82,1 %)
Spätburgunder
Portugieser
Riesling
293
75
45
56,3
14,4
8,7
Saale-Unstrut
523 ha
(80,2 % : 19,8 %)
Müller-Thurgau
Silvaner
Weißburgunder
116
57
57
22,2
10,9
10,9
Hess. Bergstrasse
456 ha
(91,2 % : 8,8 %)
Riesling
Müller-Thurgau
256
51
56,1
11,2
Sachsen
361 ha
(89,9 % : 10,1 %)
Müller-Thurgau
Riesling
Weißburgunder
79
59
44
21,9
16,3
12,2


Quellen: Statistisches Bundesamt; Weinbauverband Saale-Unstrut (Stand 1998).

Tipps für den aktiven Mosel-Urlaub

Angeln an der Mosel

In unserer Rubrik Aktiv (er) leben finden Sie eine Menge Anregungen für einen unvergesslichen Aufenthalt an der Mosel. Vom Angeln bis zum Yachting, ob mit dem Rad oder zu Fuß, alleine oder in der Gruppe - für jedes Alter bietet sich eine Gelegenheit die Schönheit der Landschaft zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen.

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Wir stellen vor: Alken / Mosel

Etwa 20 Kilometer von Koblenz entfernt liegt, der von Großstädtern gern besuchte Wein-, Wander- und Erholungsort Alken. Umgeben von vielen Wein- und "Wanderbergen" liegt Alken unterhalb der bekannten Burg Thurant.

Sowohl der Wandersmann, als auch der Liebhaber alter Gemäuer kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Wege führen durch steile Weinberge, vorbei an Schiefersteinhängen mit Fossilien, die von alter Zeit zeugen, durch Wälder, hoch hinaus auf Berge und Felder.
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Was ist eigentlich...

...das Bukett?

Gesamtheit der charakteristischen Geruchsstoffe (Aromastoffe, Geruch) eines Weines, die auch den Geschmack prägen. Je nach dem Grad der Duftstoffentwicklung spricht man von feinfruchtig-blumigen, bukettreichen, parfümierten oder sogar aufdringlichen Weinen. Das Bukett wird in hohem Masse von der Rebsorte geprägt (Sortenbukett), aber auch vom Reifegrad der Trauben bei der Lese. Das zeigt sich besonders deutlich beim Riesling, der unreif geerntet nur wenig Bukett erkennen lässt, während vollreife Rieslingtrauben dem späteren Wein eine Fülle von feinsten Bukettstoffen verleihen. Die Aromastoffe sind besonders lagerempfindlich, da sie leicht oxydieren; das Altern der Weine das mit der Veränderung des Buketts einhergeht, beruht grösstenteils auf dieser Erscheinung.

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