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24.10.2017


Das römische Reich

Bis zum ersten Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung etablierte sich der Wein als fester Bestandteil der Kultur. Die Griechen verbreiteten die Kultur des Weintrinkens über den Handel und machten den Weingenuss sogar im weit entfernten Spanien im Westen und am Schwarzen Meer im Osten bekannt. In Italien umgingen die Römer einen Grossteil der Versuch- und Irrtum-Methoden, die im Mittleren Osten und in Griechenland vorgeherrscht hatten, indem sie ihre Traubensorten und Weinherstellungsverfahren von den Griechen übernahmen und dann weiter darauf aufbauten.

Die Römer entlehnten zwar vieles aus der griechischen Kultur, doch leisteten sie auch selbst einen erheblichen Beitrag zur Kultivierung von Trauben und zur Weinherstellung. Offenbar verstanden die Römer sehr früh etwas von den besten Methoden zur Kultivierung der einzelnen Traubensorten. Besondere Fähigkeiten entwickelten sie in der Steigerung des Ertrages durch Beschneiden und Düngen. Die Römer lagerten Wein weiterhin in Amphoren, hohen Krügen mit zwei Henkeln aus der Zeit der Griechen. Einige Weine wurden für kurze Zeit sogar in Glasflaschen gelagert und aus Weinkelchen getrunken, denn das Glasblasen hatte sich bereits etwas verbreitet. Das hölzerne Fass jedoch, das irgendwann in der späten Römerzeit zuerst in Gallien oder Norditalien verwendet worden war, sollte eine weitverbreitete und erfolgreiche Lagermöglichkeit für Wein werden. Das war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Weinherstellung, da es dadurch möglich wurde, den Wein für längere Zeit zu lagern, ohne ihn der Luft auszusetzen.

Die Römer entdeckten schon eine frühe Form der Pasteurisierung. Sie erkannten, dass unangenehme geschmackliche Veränderungen des Weins verlangsamt werden konnten, wenn man den Wein in einer warmen Umgebung wie etwa einem mit Rauch gefüllten Raum lagerte. Überall dort, wo das römische Weltreichs hingelangte, ging auch die Kultur des Weintrinkens mit. Wein wurde nach West- und Ostfrankreich, nördlich des Rheins nach Deutschland, nach Südengland und an der Donau entlang nach Osten befördert sowie aus Italien in die römischen Kolonien exportiert.



Das Mittelalter

Als schließlich das Römische Reich zusammenbrach und seine Zivilisation auseinander fiel, begann auch ein Niedergang der Landwirtschaft und der Weinindustrie. Die einzige bemerkenswerte Entwicklung in diesen dunklen Zeiten war das Auftauchen mehrerer Rebsorten aus dem Mittleren Osten in Europa. Die im heutigen Europa zu findenden Rebsorten waren bereits im dreizehnten Jahrhundert vorhanden.

Dass der Traubenanbau und die Weinkelterei die dunklen Zeiten überhaupt überlebte, ist allgemein auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Kirche den Wein für das Sakrament benötigte. Im zehnten bis fünfzehnten Jahrhundert stellte das System der christlichen Klöster eine der wenigen stabilen Organisationen in Europa dar. Viele Klöster waren florierende landwirtschaftliche Betriebe, da von ihnen zumeist keine Steuern erhoben wurden, sie über reichlich Arbeitskräfte verfügten und den Plünderungen entgingen, durch die die Landwirtschaft für die meisten Menschen ein gefährlicher Beruf wurde.

Aus den meisten Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass der Weinhandel selbst während der härtesten Zeiten - vom achten bis zum elften Jahrhundert ­ zum Wohle der Kirche und des Adels weiterging. Bordeaux und England trieben während dieser Zeit Handel, und in Deutschland importierten und exportierten die Hansestädte Weine sowohl untereinander als auch ins Ausland. Einige deutsche Weine wurden bis nach Irland verkauft. Erst im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert jedoch, als die Welt sich politisch zu stabilisieren begann und der Welthandel zunahm, wurden Weine in der westlichen Welt verschifft und wurden erneut zu einem wichtigen Teil des internationalen Handels.

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