Scheurebe
Verbreitung
Die Anbaufläche Deutschlands beträgt fast 4500 ha, von denen über 4000 ha in Rheinland-Pfalz, vornehmlich in Rheinhessen, der Rheinpfalz und an der Nahe stehen.
Herkunft
Landesanstalt für Rebenzüchtung, Alzey (früher Hessische Rebenzuchtstation Pfeddersheim bei Worms), Züchter: Georg Scheu. Zuchtjahr: 1916.
Kreuzung
Silvaner x Riesling.
Sortenname
Der Sämling wurde nach seinem Züchter Georg Scheu (1879-1949), dem ersten Direktor der Hessischen Rebenzuchtstation, benannt.
Mostgewicht
In geringen Lagen kommt es kaum über 65 bis 70 Grad hinaus, in guten Lagen wird fast immer das anzustrebende Mostgewicht von 80 Grad Oechsle und mehr erreicht. In gleicher Lage wie der Riesling schafft die Scheurebe etwa 10 Grad Oechsle mehr.
Säure
Sie ist hoch und wirkt im unreifen Zustand spitz. In geringen Lagen kann sie bei der Ernte noch 13 ‰ und mehr betragen. Die Ernte sollte daher so spät erfolgen, dass die Säure noch am Stock abgebaut wird, denn dann sinkt sie in der Regel auf 10 ‰. Im Durchschnitt liegt die Säure 2-3 ‰ niedriger als die der Sorte Riesling.
Wein
Der Züchter G. Scheu bezeichnet den Wein als hochfein mit verstärktem Rieslingbukett, das leicht muskatartig sei. Eine rieslingartige Säure ergibt einen hochedlen, stahligen, harmonischen, duftigen, körperreichen Wein. Es können höchste Spitzenweine gewonnen werden. Reife Weine haben eine rassige Säure und ein volles Bukett mit einem typischen Ton, der an schwarze Johannisbeeren erinnert. Weine mittlerer Güte sind ausgezeichnet geeignet zum Verschnitt mit Silvaner oder Weißburgunder.





