Schwarzriesling
Verbreitung
Die deutsche Rebenstatistik weist eine Anbaufläche von etwas mehr als 1500 ha aus, die zum größten Teil in Württemberg liegt. Kleine Flächen mit Schwarzriesling gibt es noch an der badischen Bergstraße und in Rheinhessen.
Herkunft
Nach Deutschland ist der Schwarzriesling sicher aus der Burgund gekommen, wo er schon vor 400 Jahren urkundlich nachzuweisen ist. Neuerdings gibt es Rebsortenkundler, die in ihm die Muttersorte der Burgunderreben sehen.
Sortenname
In offiziellen Rebsortenlisten findet man für diese Rotweinsorte meist die Bezeichnung "Müllerrebe", welches die Übersetzung des franz. Namens "Pinot Meunier" ist und auf die stark weisswollige Spitze der grünen Triebe hinweist, die wie durch Mehl bestäubt aussehen. Die Bezeichnung Schwarzriesling kann auf den Wein zurückgeführt werden, der weiß gekeltert, kernig und rassig ist und damit tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Rieslingweinen aufweist.
Synonyme
Deutschland: Müllerrebe
Frankreich: Pinot Meunier, Farineux noir
Italien: Morone farinaccio
Qualität
Die Sorte gestattet wegen der frühen Reife die Gewinnung guter Rotweine in Lagen, in denen der Blaue Spätburgunder wegen seiner späteren Reife nicht angebaut werden kann. Die Weine erreichen nicht ganz die Feinheit von Spätburgunderweinen.
Mostgewicht
Das Geschmacksoptimum beginnt bei etwa 70 Grad Oechsle. In guten warmen Weinbergslagen werden auch 80 Grad erreicht, in sonnenreichen Jahren auch darüber.
Säure
Sie ist in ihren Werten etwas niedriger als die des Blauen Spätburgunders und liegt im Schnitt bei 6 bis 8 ‰.
Wein
Die Weine sind farbkräftig bräunlich-rot, feinduftig, der Geschmack ist körperreich, fruchtig und mild. Die Masse der Weine sind in der Regel sehr bekömmliche, süftige Kneipweine im Bereich der Qualitätsweine ohne Prädikat.





