Das Weinanbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer
Eine Wein-Kulturlandschaft mit besonderer Lage
Am französischen und luxemburgischen Ufer der Mosel liegen zwar auch Weinberge, doch die wirklich bedeutenden und international berühmten befinden sich alle in Deutschland.
Diese sind Teil des viert grössten deutschen Weinanbaugebietes Mosel-Saar-Ruwer wo überwiegend Weißwein produziert wird. Bis vor einigen Jahren war es sogar verboten, Rotwein anzubauen, dabei hat es in früheren Jahrhunderten durchaus auch Rotweinanbau gegeben.
Das gesamte Gebiet unterteilt sich in die Bereiche Zell (Untermosel), Bernkastel (Mittelmosel), Saar-Ruwer, sowie Obermosel und Moseltor. Die Weinberge der Mosel sind zumeist unvorstellbar steile Hänge mit (außer für den Weinbau) unfruchtbaren Grauwacker- Schieferböden und gehören zu den nördlichsten der Erde.
Als steilste Weinbergslage Europas weist der "Bremmer Calmont" Steigungen von 62° auf. Die nach wie vor dominierende Traubensorte ist mit 54 % der Riesling, jedoch gewinnen Neuzüchtungen, insbesondere der Müller-Thurgau mit 21 %, auf Kosten reinsortiger Rieslingweine mehr und mehr an Boden.
Bedingt durch Klima und Boden sind die Moselweine in der Regel leicht, von geringem Körper und hoher, fruchtiger Säure. Da sie in durchschnittlichen Jahren kaum den für Riesling-Spätlesen in anderen Weinanbaugebieten vorgeschriebenen Mindestalkohol von 11,4 % erreichen, hat man die entsprechenden Anforderungen auf 10 % gesenkt. Trotz ihres geringen Alkoholgehalts sind, zumal in guten Jahren, die Weine des Gebietes äusserst aromatisch, von zarter, eleganter Feinheit, und grosser Ausdruckskraft gekennzeichnet.





