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22.10.2017


Rebsortenvielfalt Deutschlands

Herkunft

Die Rebe ist eine Schlingpflanze (Liane), die in lichten Wäldern wächst, sich an den Bäumen hochrankt und ihre Laubtriebe über den Baumkronen ausbreitet. Sie kann dabei riesige Ausmaße erreichen, Stämme von erheblicher Dicke entwickeln und 200 bis 300 Jahre alt werden.

Lange bevor der Mensch die Erde betrat, gab es schon Reben,denn die Funde von Rebsamen reichen bis in den Übergang der Kreidezeit zum Tertiär (vor etwa 80 Mio. Jahren) zurück. Zahlreiche fossile Reste von Reben hat man im Tertiär (vor etwa 60 Mio. Jahren) gefunden, so daß damals schon ein gewisser Formenreichtum an Reben vorhanden war. Die Eiszeit (vor etwa 1 Mio. Jahren) drängte die Reben aus unserem Raum ins Mittelmeergebiet zurück. Nach der Eiszeit wanderten die Wildreben erneut in Mitteleuropa ein; die Vitis silvestris aus Südfrankreich, Süditalien und der Balkanhalbinsel, die Vitis caucasica und vielleicht auch andere Wildreben aus Kleinasien durch den Donauraum. Letzte Exemplare von Wildreben sind in den Aue-Wäldern des Oberrheins zu finden. Auch in der Schweiz und auf dem Balkan, besonders in Jugoslawien, hat man noch Wildreben entdeckt.

Der Mensch hat schon in prähistorischer Zeit die Beeren wilder Reben zu seiner Nahrung gemacht und vielleicht auch schon ein alkoholisches Getränk daraus bereitet. Unsere heutigen Kulturreben sind Nachkommen der Wildreben und Produkt von Mutationen und natürlichen Kreuzungen, die der Mensch immer wieder entdeckte und dann weiter vermehrte. Heute nimmt die Vielfalt der Sorten (ca. 15000) durch Kreuzungszucht ständig zu.




Verbreitung

Die Rebe ist ein Kind der gemäßigten Klimazone unserer Erde. Auf der nördlichen Halbkugel liegt ihr Verbreitungsgebiet etwa zwischen dem 30. und dem 51. Breitengrad. Darin finden sich die Anbaugebiete von Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika.
Das Gebiet mit der stärksten Verbreitung der Rebe ist der Mittelmeerraum. In diesem Raum befinden sich die klassischen Rebländer: Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Nordafrika. Hier liegt auch die Wiege der Reb- und Weinkultur, die dann von den Römern bei ihren Eroberungszügen verbreitet wurde und so auch nach Deutschland gelangt ist. Über den 45. Breitengrad hinaus nach Norden sind die Bedingungen für die Rebe nicht mehr so günstig, so dass sich der Anbau weitgehend auf die südlich geneigten Hänge der warmen Flusstäler beschränkt.
Mit Ausnahme der skandinavischen Staaten findet man Weinberge in allen europäischen Staaten. Auch in Großbritannien wird neuerdings Weinbau betrieben.
Auf der südlichen Halbkugel der Erde liegt die Anbauzone zwischen dem 30. und 40. Breitengrad und umschließt den Weinbau Südamerikas, Südafrikas und Australiens.

Klima

Die Rebe benötigt ein mildes Klima. Sie gedeiht weder in den heißen Tropen, noch im kalten Norden. Als untere Grenze der Temperatur gilt ein Jahresdurchschnitt von etwa 9° C. Dabei kommt es darauf an, daß die Temperatur frei von extremen Werten ist.
Die Winter sollen möglichst selten Kältegrade von 20° C unter Null erreichen, weil sonst Winterfrostschäden an den Reben unvermeidbar sind. Das Frühjahr soll ohne häufige Spätfröste ablaufen. Während der Blütezeit soll die Wärme möglichst nicht unter 15° C sinken, und der Herbst soll wieder lange genug warm sein, also ohne zu zeitige Frühfröste. In Deutschlands Weinbaugebieten liegt die mittlere Wintertemperatur um 0 Grad und die mittlere Sommertemperatur um 20° C. Unter solchen Bedingungen bringt die Rebe die schönsten Weine hervor. Der Austrieb der Rebe im Frühjahr erfolgt ab 13° C Bodentemperatur und 7,5° C Lufttemperatur.
An die Niederschläge stellt die Rebe keine hohen Ansprüche. Wenn diese richtig verteilt sind, kommt sie mit 450 mm jährlichem Regen aus. Dieser soll möglichst im Winter und im Juli bis Anfang August fallen, wenn die Traubenbildung beginnt. Hohe Niederschläge über 700 mm erschweren den Rebbau, weil, insbesondere in den nördlichen Gebieten, die Gefahr des Befalls mit Peronospora (eine Pilzkrankheit) bedeutend erhöht wird. Feuchte Herbste begünstigen die Fäulnis der Trauben.
Als Minimum für die Sonnenscheindauer gelten jährlich 1500 bis 1600 Stunden und 1300 Stunden für die Vegetationszeit.

Lage

Von der Lage wird das sogenannte Kleinklima bestimmt, in dem die Rebe wächst. In den nördlichen Gebieten ist es meistens nur an südlich geneigten Hängen ausreichend günstig. Da sich mit zunehmender Höhe die Klimaverhältnisse verschlechtern (je 100 m Höhe - Abnahme der Temperatur um 0,5° bis 0,6° C), kann in den nördlichen Weinbaugebieten Deutschlands über 300 m (höchstens 350 m) kaum noch Weinbau betrieben werden.
Die Anbaugrenze des anspruchsvollen Rieslings endet sogar schon bei 200 bis 250 m über dem Meeresspiegel. Nach Süden zu klettert auch die Rebe in größere Höhen, so am Bodensee auf 500, in Südtirol auf 800 und in Sizilien sogar auf 1500 Meter.
In den südlichen Gebieten der nördlichen Halbkugel, also Nordafrika, wandert die Rebe von den zu heißen Südhängen auf die etwas kühleren Nordhänge. Im mittleren Gebiet (Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien) wird Wein vorwiegend in der Ebene angebaut.

Boden

An den Boden stellt die Rebe keine hohen Ansprüche, denn sie gedeiht noch in den ärmsten Gesteins-, Kies- und Sandböden. In regenarmen Gebieten können allerdings, in Jahren mit wenig Niederschlägen, auf solchen Standorten Trockenschäden die Leistung der Rebe beeinträchtigen. In den meisten Jahren wachsen jedoch auf diesen Böden die rassigsten, feinduftigsten Weine. Es gibt keine Bodenart, seien es Lößböden, Lehmböden, Tonböden, Kalkböden, Kreideböden, Mergelböden, Keuperböden oder die schon erwähnten Gesteins-, Kies- oder Sandböden, die nicht Reben tragen würden. Überall fühlt sich die Rebe wohl, nur stauende Nässe verträgt sie nicht, denn dort wird sie krank und frostanfällig. Auf allen Böden liefert sie einen Wein mit spezieller Eigenart. In Deutschland wird der Weinfachmann geschmacklich feststellen, ob der Wein auf Schiefer, Porphyr, Löß, Rotliegendem oder Keuper gewachsen ist, um einige Beispiele zu nennen.

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